Autorin


Als Autorin schrieb Maria Thorgevskaja zunächst für’s Theater: Sie bearbeitete Stücke („Molière, oder die Kabale der Scheinheiligen“ nach Bulgakov) oder dramatisierte literarische Vorlagen („Tejbele“ nach I.B. Singer). Sie schrieb Szenen im Stil der jeweiligen Autoren oder ergänzte sie mit eigenen Ideen.

Mit der Zeit begann sie auch eigenständige Geschichten zu schreiben, meist inspiriert von Beobachtungen oder der Erzählung anderer.

Ihre Fähigkeit sich als Schauspielerin in andere hinein zu versetzen befähigt sie, sich Dinge und Vorgänge bis ins letzte Detail vorzustellen. Wie im Theater weiss sie, dass jede Figur auch ihre Vorgeschichten und Motive hat. Zudem hat sie ein feines Gefühl für Sprache, Spannung und Humor.

Vielleicht weil ihr Vater Schriftsteller war, traute sie sich lange nicht zu, eigenständige Werke zu verfassen. Der Erfolg ihrer Erstlinge ermutigen sie aber weiter zu machen.

Auf Deutsch ist bisher beim Glarner Baeschlin Verlag ein Buch in deutscher Übersetzung erschienen: «Wo Berge das Sagen haben». Dieser Band bringt die Sicht der Berge auf die Menschen im Klöntal: Die Berge erzählen, was sie in diesem Schweizer Bergtal über die Jahrtausende und Jahrhunderte alles miterlebt haben. Es sind moderne Sagen, archaisch, liebevoll und unterhaltend.

Auch auf Russisch sind bisher vor allem kürzere Geschichten oder Erzählungen erschienen: In der St. Petersburger Literaturzeitschrift «Звезда» und in der Russisch-Schweizerischen Zeitschrift «Русская швейцария».

Ein besonderer Genuss sind die Lesungen, in denen Maria Thorgevskaja ihr Können als Schauspielerin und als Autorin verbindet.